Karoshi – Arbeiten bis zum Tod

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Karoshi – Arbeiten bis zum Tod

Jeder, der sich etwas mit Asien beschäftigt weiß, wie wichtig den Asiaten und besonders den Japanern Bildung und Arbeit ist. Doch in verschiedenen Ländern wird dieses Engagement bereits zum Verhängnis. Die Japaner nennen das Problem Karoshi – Arbeiten bis zum Tod.

Das Phänomen Karoshi

Das japanische Wort „Karoshi“ bedeutet übersetzt so viel wie Tod durch Überarbeitung. Wie der Name schon sagt verstehen die Japaner darunter einen plötzlichen berufbezogenen Tod. Auch in Südkorea und China gibt es dieses Phänomen.

Der erste Tod dieser Art trat in den 1960er Jahren ein. Ein 29-jähriger Arbeiter starb an einem Schlaganfall. Erst zwanzig Jahre später wurden die Japaner endgültig auf dieses Phänomen aufmerksam. Immer wieder starben geschäftführende Manager im mittleren Altern ohne vorherigen Anzeichen einer Erkrankung. Ab 1987 veröffentlichte das japanische Arbeitsministerium sogar Karoshi-Statistiken.

Bis jetzt sind mehr als 150 Tode als Fälle von „Karoshi“ anerkannt.

Random Chaos - Karoshi - Arbeiten bis zum Tod

Quelle: cdn.theculturetrip.com

Ursachen

Die Ursaches dieses Problems ist schnell gefunden. Nach dem zweiten Weltkrieg stieg Japan wirtschaftlich rasant auf. Selbstverständlich sind Menschen keine Maschinen und haben somit auch eine Leistungsgrenze. Erwerbstätige können nicht über Jahre hinweg sechs bis sieben Tage pro Woche mehr als zwölf Stunden arbeiten, ohne psychische und physische Probleme davon zu tragen.

Zwei Drittel aller japanischen Männer arbeiten mehr als 20 unbezahlte Überstunden im Monat, vier Prozent sogar 80. Begründet wird dies mit der japanischen Kultur, die dem Wohle der Gemeinschaft und der Firma den Vorrang vor den eigenen Bedürfnissen gebe.

Random Chaos - Karoshi - Arbeiten bis zum TodRandom Chaos - Karoshi - Arbeiten bis zum Tod

Quelle: liveworkanywhere.com

Folgen

Die Opfer von „Karoshi“ sterben oft an Herzinfarkt, Gehirnblutung oder Schlaganfall. Auch kann diese Überarbeitung zu Depression und privaten Problemen führen. Rund 40 japanische Kliniken spezialisierten sich deshalb auf dieses Phänomen, um weitere Opfer zu vermeiden.

 

Random Chaos - Karoshi - Arbeiten bis zum Tod

Quelle: http://dayjobtodreamjob.com

Vielleicht ist es manchmal nicht schlecht sich etwas von den Japanern abzuschauen, besonders wenn es um das Bildungsniveau und deren Ansprüche geht. Doch sieht man sich die Schattenseite an, merkt man schnell, dass der Schein auch manchmal trügen kann. Hinter diesen guten Ergebnissen in der Schule und Arbeit steckt mehr dahinter, als manche vieilleicht vermutet hätten. Und da soll noch einmal jemand sagen, dass Arbeit ungefährlich sei.

 

 

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